Guardianfix 3 und die neuesten Fangkörpersysteme

Leider gibt es immer wieder Falschaussagen und auf Halbwissen basierende Kampagnen, die die Sicherheit und Wirkungsweise von Fangkörpersitzen grundsätzlich in Frage stellen und zusätzlich durch angeblich "offizielle" Aussagen von zweifelhaften Experten untermauert werden. Viele dieser Aussagen sind falsch und teilweise irreführend. Wir möchten hierzu umfassend und neutral aufklären und haben für Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Fangkörper und die richtige Bedienung zusammengefasst.

Grundsätzlich gilt:

- In nahezu jedem Kindersitz reist ein Kind sicherer als ohne Kindersitz.
- Jede Sicherheitstechnologie, egal ob Reboarder, Fangkörper oder 5-Punkt Gurtsystem hat seine Stärken und Schwächen in verschiedenen Unfallszenarien.
- Kein Kindersitz kann perfekte und totale Sicherheit für alle Unfallsituationen bieten.

Kiddy’s Standpunkt und Anspruch ist es, Produkte zu entwickeln, die maximale Sicherheit bieten. Unsere Produkte werden nach den neuesten und härtesten Sicherheitsstandards entwickelt und getestet, basierend auf dem jeweils aktuellen Stand der Unfallforschung. Die Entscheidung, welches Sicherheitssystem das jeweils idealste und passendste ist sollte dem Konsumenten überlassen werden und nicht durch wirtschaftlich motivierte, angstbasierte Kampagnen beeinflusst werden. Es geht hier um nicht weniger als um das Leben, den Komfort und die Sicherheit unserer Kinder.

Guardianfix 3
Informationen zur Funktionsweise und richtigen Bedienung

  1. Die neuesten Fangkörpersysteme
  2. Benutzung des Sitzkissens
  3. Richtige Position des Fangkörpers.
  4. Tipps für das Probesitzen und den Umstieg von einer Babyschale auf einen Kindersitz.

 

1. Die neuesten Fangkörpersysteme 

Besonders bei kleinen Kindern sind Kopf- und Halsbereich bei einem Unfall oder scharfen Bremsmanövern sehr gefährdet, denn der Kopf ist im Vergleich zum restlichen Körper proportional größer und schwerer als bei Erwachsenen. Das neue Fangkörpersystem reduziert die Belastungen im Bauchraum und lenkt die Krafteinleitung hauptsächlich auf Hüft- und Oberschenkelknochen des Kindes und muss deshalb eng an diesen Stellen anliegen. Der Fangkörper fungiert als permanent aufgeblasener „Airbag“, durch die spezielle Formgebung ermöglicht er außerdem das „Abrollen“ des Oberkörpers und sorgt damit für eine geringe Belastung der Nackenregion. 

Die Kiddy Fangkörpersysteme sind so konstruiert, dass diese zu der höchstmöglichen Sicherheit eines Kindes beitragen:

Unsere Fangkörper sind aus einem energieabsorbierendem Material gefertigt, welches auftretende Kräfte reduziert. 

Der Aufprallschutz fixiert den Körper des Kindes durch zwei imaginäre Linien. Die untere Linie ist das Becken und die obere Linie ist der Rippenbogen.

Im Fall eines Unfalls übt der Fangkörper keinen Druck auf das Weichgewebe, sondern auf die „knöchernen“ Bereiche oberhalb und unterhalb des Bauchraumes aus.

Seit mehreren Jahrzehnten sind Kindersitze mit Fangkörpertechnologie millionenfach erfolgreich im Einsatz und haben weltweit tausende Kinderleben gerettet. 

Viele Eltern sind durch die flexible Bedienung der neuen Fangkörpersysteme, wie beim Guardianfix 3 der Fall, verunsichert. Je nach Winkel der Rückenlehne oder der Größe des Kindes kann es beispielsweise passieren, dass der Fangkörper bereits am Bauch des Kindes anliegt ohne dass sich die Fangkörperarme unter den Armlehnen befinden. Dies beeinträchtigt allerdings nicht die Funktionsweise und Sicherheit des Kindersitzes. Mehr dazu unter Punkt 3.

Bei Sitzen mit Schiebevorrichtungen, die bei Bedienung einrasten, besteht das Risiko, dass das Kind bei einem Aufprall herausrutscht, falls der Fangkörper nicht richtig eingerastet ist. Die Gefahr der falschen Bedienung ist hier besonders groß.

Alle auf dem Markt verfügbaren Kiddy Produkte erfüllen jederzeit die gesetzlichen Normen und Bestimmungen, oftmals gehen sie sogar darüber hinaus. Unsere Produkte werden regelmäßig von unabhängigen Verbraucherorganisationen und Prüfinstituten geprüft und ausgezeichnet. Der Guardianfix 3 überzeugte im Kindersitztest von Stiftung Warentest und ADAC und wurde Testsieger in der Gruppe 1/2/3 (zusammen mit einem anderen Hersteller) mit dem Ergebnis „gut" (1,9) im Mai Test 2017. 

 

2. Benutzung des Sitzkissens

Wir empfehlen, das Sitzkissen bis zu einem Gewicht von 11kg zu benutzen. Uns ist bewusst, dass Kinder anatomisch sehr unterschiedlich sind was deren Wachstum und Körperproportionen betrifft. Hat Ihr Kind mit dem Sitzkissen und dem Fangkörper nicht ausreichend Platz, können Sie das Sitzkissen vorzeitig entfernen, um Ihrem Kind mehr Beinfreiheit zu bieten.

Beachten Sie folgende Schritte für die richtige Position des Sitzkissens:

  1. Schieben Sie das Sitzkissen durch die Öffnung über der Beinverlängerung komplett unter den Sitzbezug 

  2. Richten Sie das Sitzkissen so aus, dass es eben aufliegt, komplett nach hinten geschoben ist und somit die Vorderkante bündig mit dem Sitzbezug abschließt 

 

 

 

3. Anbringung des Fangkörpers

Beachten Sie die folgenden Schritte für die richtige Position des Fangkörpers:

  1. Ihr Kind muss auf jeden Fall selbstständig sitzen können. 
  2. Setzen Sie ihr Kind in den Sitz und achten Sie darauf, dass das Gesäß des Kindes an der Rückenlehne anliegt. 
  3. Ihr Kind sollte Alltagskleidung tragen – bitte verzichten Sie auf dicke Kleidung, wie z.B. Winterjacken oder Schneehosen/-bekleidung im Auto. 
  4. Schieben Sie den Fangkörper mit den Fangkörperarmen unter die Armlehnen. 



  5. Schieben Sie den Fangkörper so weit, dass er am Bauch des Kindes anliegt. 
  6. Je nach Winkel der Rückenlehne oder der Größe des Kindes kann es passieren, dass der Fangkörper bereits am Bauch des Kindes anliegt, ohne dass sich die Fangkörperarme unter den Armlehnen befinden.
    Wichtig: Dies beeinträchtigt nicht die Funktionsweise und Sicherheit des Kindersitzes.



  7. Fädeln Sie erst den Beckengurt in die Fangkörperführung ein und sichern Sie ihren Kind anschließend mit dem fahrzeugeigenen Gurtschloss. Ziehen Sie anschließend den Gurt straff.



  8. Fädeln Sie anschließend auch den Diagonalgurt ein und ziehen Sie auch hier den Gurt straff.



  9. Halten Sie den Beckengurt straff und fädeln Sie auch den Schultergurt in die Fangkörperführungen ein. 
  10. Ziehen Sie nun auch den Schultergurt straff. 

 

4. Tipps für den Umstieg von einer Babyschale auf einen Kindersitz

  1. Stellen Sie den Kindersitz vor dem Einbau in das Auto in das Kinderzimmer, damit sich Ihr Kind spielerisch an den Sitz gewöhnt und eine positive Verbindung aufbaut. 
  2. Beachten Sie, dass die Umstellung von der rückwärts auf die vorwärts gerichtete Fahrtrichtung eine große Veränderung für Ihr Kind ist.
  3. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, sich an die neue Fahrtrichtung sowie den neuen Kindersitz zu gewöhnen.